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Teilen 20.08.2012
Matthew Dear - Beams
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Der in New York lebende texanische Produzent, Songschreiber, DJ, Sänger und Avant-Pop-Musiker Matthew Dear hat den Optimismus wiedergefunden. So scheint es zumindest. War das letzte Album „Black City“ (2010) noch ein Triumph der langsam implodierenden Romantik, wirkt Dear auf seinem vierten Studioalbum „Beams“ so losgelöst und gelassen wie noch nie.

Dear beschwört mit hypnotischen Beats, Synthesizern, Polyrhythmen, verträumten Pop-Melodien und seinem bewusst monoton gehaltenen Sprechgesang eine Traumwelt, die gleichzeitig fremd und vertraut wirkt. Während die Dancefloor-Tempi und sonnigen Synths und Keyboards „Beams“ als leichte, fröhliche Antwort auf sein schattenhaftes Vorgänger-Album darstellen, zeigt sich bei genauerem Hinsehen eine sich windende Masse an exzentrischen Details. Die Songs knarren und ächzen wie ängstlich Organismen, mit Gitarrenfetzen, E-Bass, und Schlagzeug zwischen den Synthesizern und Samples.

Zu gleichen Teilen mit Optimismus und Unbehagen durchsetzt, ist „Beams“ das packende Werk eines der faszinierendsten und kreativsten Köpfen der Popmusik. Die Lyrics auf „Beams“ sind zutiefst persönlich und zeigen Verletzlichkeit und Konfusion. Dear ist als Songwriter gewachsen und trägt die Texte eines Mannes - der etwas zu verlieren hat - mit einer beeindruckenden Würde vor.

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