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Das MUSS ich haben. Oder doch nicht?
Ich will ganz ehrlich sein: ich bin ein Junkie. Ein Technik-Junkie. Ich war einst die erste meiner Freundinnen, die einen Walkman besaß. Während alle anderen noch auf Vinyl setzten, bekam ich meinen ersten CD-Player. Auch hatte das Videoformat bei mir ausgedient, sobald DVD-Player einigermaßen bezahlbar waren. Selbst am völlig überflüssigen Tamagotchi kam ich trotz meines seiner Zeit eigentlich nicht mehr kindlichen Alters nicht vorbei. Dass ich mir nicht noch das sprechende Kuscheltiermonster Furby zulegte, war wirklich alles. Inzwischen liegt mein Fokus natürlich auf den Spielsachen für Erwachsene. Ehe einer fragt: Ja, ich habe sogar einen Vibrator, der an den iPod angeschlossen werden kann, um dann im Takt der ausgewählten Musik vibriert. Ambient taugt dafür genauso wenig wie Death Metal. Doch darauf will ich gar nicht hinaus, das ist ein anderes Thema und gehört an anderer Stelle diskutiert.
Vielmehr geht es um von der Firma Apple geweckte und bisher tief verborgene Begehrlichkeiten. Bis zur Martkeinführung des iPhones war ich eigentlich recht glücklich mit meinem – natürlich auch schon recht fortschrittlichen – Smartphone eines schwedischen Mobiltelefonherstellers. Doch schon kurze Zeit später meinte ich, ohne diesen wirklich hübschen Fast-Alleskönner nicht mehr existieren zu können und war auch bereit, hierfür einen guten Haufen Geld auf den Tisch zu legen. Und da kommen wir zum Punkt: Das letzte Woche von Steve Jobs vorgestellte iPad. Was ist es eigentlich so ganz genau? Ein überdimensioniertes iPhone ohne Telefoniefunktion? (Wird selbiges bald nur noch als iPad nano gehandelt?) Ein abgepecktes Macbook für die etwas größere Handtasche? Wer ist Zielgruppe? Wer kann damit was anfangen? Wer braucht es wirklich? Gibt es überhaupt jemanden, der es braucht? Oder ist es nicht nur wieder das hübsche Aussehen, die sicherlich ebenso interessante Haptik und eben der kleine Apfel hinten drauf, die in uns Technikfans etwas bewegen?
Das ist das erste Mal, dass ich tatsächlich hin und her gerissen bin ob der Notwendigkeit dieser Anschaffung. Ich bezweifele ohnehin, dass ich irgendwann einmal 500 bis 900 USD überhabe, doch selbst wenn, müsste ich tatsächlich zweimal darüber nachdenken – und am Ende doch wieder zuschlagen, weil ich einfach nicht anders kann. Was ich mir ja noch wünsche ist ein iBoy – der praktische Begleiter für alle Lebenslagen, der von mir selbst programmiert werden kann, für den es Apps zu den Themen Kochen, Putzen, Aufräumen, Witze erzählen und Liebe machen für wenige Cent im App-Store gibt, den ich runterfahren kann, wenn ich gerade ungestört sein will und den ich bei eBay verkaufe, wenn es ein neueres, besseres Modell gibt. Wann erfindet Apple denn wohl endlich?
I wish you what
Eure NikkiDisko
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Christian Gimbel
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